unterscheidung Lambda und cos phi

Leistungsfaktor Lambda (Wirkleistungsfaktor):
  • Verhältnis der Wirkleistung P zur Scheinleistung S (gesamte Scheinleistung unter Berücksichtigung der Oberschwingungen)
  • Lambda = |P| / S
  • Wertebereich: 0 .. 1

Bei sinusförmigen Größen wird der Wirkfaktor cos phi definiert:
  • Verhältnis Wirkleistung zu Scheinleistung (P / S)
  • bezogen auf die Grundschwingung (Sinus)
  • entspricht dem Kosinus des Verschiebungswinkels phi
  • Wirkfaktor cos  = P / S
  • Ideal ist ein cos phi von 1.0 (Verschiebungswinkel phi=0: keine Blindleistung)

Nach welchem Wert regelt der Blindleistungsregler

Die Blindleistungsregler messen die gesamte Leistung des Netzes inkl. aller Oberwellen (über die Fläche der Leistung) und berechnen daraus das Verhältnis Wirkleistung / Scheinleistung. Der Betrag dieses Wertes ist theoretisch der Leistungsfaktor Lambda (immer positiv). Da es in der Praxis jedoch nicht üblich ist Lambda als Soll- und Istwert der Blindleistungskompensation anzugeben, wird die Messgröße "cos-Phi" in der Anzeige verwendet. (ohne Betrag, daher kap. und ind.)

Laut Definition ist der Verschiebungsfaktor cos phi der cosinus des Phasenwinkels phi zwischen den Sinusschwingungen von Spannung und Strom derselben Frequenz. In der Praxis ist dieser Wert für die Kompensation der Blindleistung jedoch nicht relevant: In erster Linie soll der Blindleistungsregler die vom EVU-Zähler gemessene Blindleistung kompensieren. Die Zähler messen jedoch ebenfalls die totale Leistung und nicht nur die Grundschwingung. Somit wird vom Regler genau dieser Wert für die Regelung zugrundegelegt. Zum anderen "sieht" ein geschalteter Kondensator ebenfalls das komplette Frequenzspektrum und kompensiert dementsprechend, sodass die beschriebene Messung auch den realen Wert der geschalteten Kompensationsleistung erfasst.